Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO)

Die Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, auch Otorhinolaryngologie genannt, umfasst 3 Teilgebiete. Diese sind jeweils durch eine hohe fachliche Spezifität gekennzeichnet. Deshalb gibt es spezialisierte HNO Ärzte, die beispielsweise überwiegend als Nasenarzt, Ohren- oder Stimmarzt tätig sind. Jedoch hängen Ohren, Nase und Hals anatomisch bzw. funktionell eng zusammen. Aus diesem Grund werden vom ORL Arzt meistens alle Bereiche in die Diagnostik einbezogen.

Erkrankungen der Ohrmuschel, des Gehörganges und des Mittelohres können häufig medikamentös oder physikalisch gut behandelt werden. Mitunter sind allerdings Operationen erforderlich. Dazu zählen zum Beispiel: Röhrlieinlage, Trommelfellverschluss und Ohrsanierungen bei bestimmten Entzündungsformen sowie generell gehörverbessernde Eingriffe.

Sind die Nervenzellen des Innenohres oder des Gleichgewichtsorgans betroffen (z.B. Tinnitus, Altersschwerhörigkeit, Schwindel), ist eine ursächliche Therapie dagegen nicht immer möglich.

Nasenatmungsbehinderung, chronischer Schnupfen und Gesichtsdruck können mit Deformationen des Nasengerüstes (z.B. Nasenscheidewandverkrümmung) oder mit Belüftungsstörungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) im Zusammenhang stehen. Sofern konservative Massnahmen wie beispielsweise die Anwendung von Nasenspray nicht ausreichend wirksam sind, kann meistens mit einem chirurgischen Eingriff geholfen werden. Die Septumplastik, die Korrektur des gesamten Nasengerüstes (Rhinoplastik) und endoskopische Nasennebenhöhlenoperationen gehören zu den häufigsten Operationen in der HNO-Heilkunde. 

Probleme beim Schlucken, Halsweh und Heiserkeit sind ebenfalls typische Symptome, die zum ORL Arzt führen. Mit modernen Endoskopen können in der HNO Praxis nicht nur Veränderungen innerhalb der Nasenhöhle im Detail betrachtet werden. Diese Technik erlaubt auch die Inspektion des gesamten Rachenraumes und des Kehlkopfes. So lassen sich krankhafte Schleimhautveränderungen frühzeitig entdecken und behandeln.

Schnarchen ist nicht immer nur eine Geräuschbelästigung. Es kann auch Auswirkungen auf die Schlafqualität haben und Folgeerkrankungen hervorrufen. Eine HNO-ärztliche Untersuchung ist Bestandteil der Abklärung, die insbesondere dann notwendig ist, wenn über nächtliche Atemaussetzer und Tagesmüdigkeit berichtet wird.